Durchgangsschleifen

Durchgangsschleifen

Das spitzenlose Durchgangsschleifen oder auch Durchlaufschleifen und Längsschleifen genannt, gehört zu den rentabelsten Massenfertigungsverfahren innerhalb der Schleiftechnik. Die Werkstücke laufen ununterbrochen mit axialem Vorschub durch den Schleifspalt. Möglich wird dies durch die Neigung der Regelscheibe um ihre Drehachse. Damit trotz dieser Neigung alle Werkstücke Kontakt über die gesamte Scheibenbreite haben, hat die Regelscheibe eine hyperbolische Form. Die Drehzahl und der Neigungswinkel der Regelscheibe bestimmen gemeinsam die Vorschubgeschwindigkeit der Werkstücke.

Die Werkstücke liegen mit ihren Stirnflächen aneinander, bis sie den letzten Abschnitt des Schleifspaltes durchlaufen. An dieser Stelle ist die Umfangsgeschwindigkeit der Regelscheibe am höchsten, da hier ihr Umfang am größten ist.

Das Bearbeitungsverfahren ist äußerst wirtschaftlich, da die Beschickung der Maschine während des Schleifens erfolgt. Die Werkstücke durchlaufen die Schleifmaschine u. U. mit mehr als 20 m/min. So können beispielsweise Kettenbolzen mit einer Länge von 20 mm in Stückzahlen von bis zu 17 Bolzen pro Sekunde geschliffen werden. Bei konventionellen Schleifverfahren scheitern derartige Ausbringungen oftmals bereits am Handlingsystem.

Funktionsweise allgemein

Die Werkstücke werden dem Schleifspalt mit einem Handlingsystem axial zugeführt. Im Schleifspalt ist die Regelscheibe für die Vorschubbewegung der Werkstücke zuständig. Dazu ist sie um den Winkel αR geneigt und rotiert mit der Drehzahl nR. Die Werkstücke werden während des kontinuierlichen Durchlaufs durch den Schleifspalt bearbeitet.

Geführt werden die Werkstücke im Ein- und Auslauf mit Führungsbacken. Der Materialabtrag erfolgt ab dem Eintritt in den Schleifspalt. Profilierte Werkstücke sind möglich, sofern sie nur am größten Durchmesser bearbeitet werden sollen. Es lassen sich auch Teile bearbeiten, die die Schleifspaltlänge deutlich überschreiten.

Grundlagen Spitzenlos Schleifen - Weitere Themen

Grundlagen Spitzenlos Schleifen

Das Centerless-Schleifen oder spitzenlose Rundschleifen ist eine Sonderform des Außenrundschleifens. Im Gegensatz zum konventionellen Rundschleifen benötigt das Werkstück keine beidseitigen Zentrierungen, da es „spitzenlos“ geschliffen wird.

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Einstechschleifen

Beim Spitzenlosen Einstechschleifen wird das Werkstück im Einstich, durch die Zustellung der Schleifscheibe geschliffen. Dafür besitzen Schleif- und Regelscheibe ein Negativprofil des Werkstückes, das ihnen mit Hilfe der Abrichtwerkzeuge verliehen wird.

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Vor- und Nachteile des Centerless-Schleifens

Jedes Schleifverfahren hat seine Vor- und Nachteile. Welche konkreten Vorteile das spitzenlose Außenrundschleifen gegenüber dem herkömmlichen Außenrundschleifen hat, erfahren Sie hier.

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